Projekte

Mündener Gespräche

Um wissenschaftliche Diskussionen über aktuelle Aspekte einer Reform der Geld- und Bodenordnung zu ermöglichen, fördert die Stiftung die Tagungsreihe Mündener Gespräche. Diese wird im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres von der "Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft" veranstaltet. Die Organisation liegt in den Händen von Dipl.-Volksw., Ass. jur. Jörg Gude, Wiedel 13, 48565 Steinfurt eMail:  |  Internet:  www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de

Zeitschrift für Sozialökonomie

Gemeinsam mit der "Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft" gibt die "Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung" die "Zeitschrift für Sozialökonomie" heraus. Die Zeitschrift versteht sich als ein Forum für den Gedankenaustausch über wirtschafts- und sozialreformerische Ideen, die der persönlichen Freiheit, der sozialen Gerechtigkeit, dem Schutz der Umwelt, der Demokratie und dem Frieden verpflichtet sind.

Redakteur der Zeitschrift ist Dipl.-Ökonom Werner Onken
Weitzstr. 15 | 26135 Oldenburg | Fon: 0441 - 36 111 797
eMail:

Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören u.a.: Fritz Andres, Dr. Edoardo Beretta, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Prof. Dr. Thomas Huth, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Prof. Dr. Niko Paech, Mag. Alexander Preisinger, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Prof. Dr. Gerhard Senft, Prof. Dr. Fabian Thiel, Prof. Dr. Johann Walter, Dipl.-Volkswirt und Dipl.-Kfm. Ferdinand Wenzlaff.

Um Kosten beim Druck und Vertrieb der „Zeitschrift für Sozialökonomie“ einzusparen, erscheinen anstelle von vier Einzelheften seit 2008 nur jeweils zwei Doppelhefte pro Jahr. Zur besseren Verbreitung der „Zeitschrift für Sozialökonomie“ wurden sämtliche seit 1998 erschienenen Beiträge auf www.sozialoekonomie-online.de ins Internet gestellt. Aus den Jahren vor 1998 wurden noch einzelne Beiträge im „Archiv“ ergänzt.

Nähere Informationen, Probehefte und Abonnements:
Verlag für Sozialökonomie -  RETTBERG-GAUKE Verlags- & Medienservice
Christianspries 23 | 24159 Kiel | info@rettberg-gauke.de

Archiv für Geld- und Bodenreform

Um die Theorien der Geld- und Bodenreform als Ausgangsbasis weiterer wissenschaftlicher Forschungen fruchtbar zu machen, hat die Stiftung das “Archiv für Geld- und Bodenreform” eingerichtet. Darin wird Primär- und Sekundärliteratur zur Reform der Geld- undBodenordnung gesammelt.

Der mehr als 5000 deutschsprachige und 500 fremdsprachige Bücher, Broschüren und Aufsätze sowie mehr als 100 Zeitschriften, Schriftenreihen und Zeitungen umfassende Bestand wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie interessierten Laien genutzt.

Er ist zugänglich in der Universitätsbibliothek Oldenburg (Raum 322, Saal 6).

Kontakt und Anmeldung bei Dipl.-Ökonom Werner Onken
Weitzstr. 15 | 26135 Oldenburg | Fon: 0441 - 36 111 797 | eMail:

Katalog: http://www.sozialoekonomie.info/Archive/Archiv_Geld-_und_Bodenreform/archiv_geld-_und_bodenreform.html

Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie

Mit Unterstützung der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung findet seit dem Sommersemester 2008 an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg eine „Ringvorlesung zur Postwachstums- ökonomie“ mit jeweils sechs Veranstaltungen pro Semester statt. Seit dem Wintersemester 2013/14 wird diese Ringvorlesung in Zusammenarbeit mit der "Vereinigung für Ökologische Ökonomie" durchgeführt. Das Programm ist auf der Internetseite www.postwachstumsoekonomie.org ersichtlich.

Die Organisation liegt in den Händen von Dipl.-Ökonom Werner Onken
Weitzstr. 15 | 26135 Oldenburg | Fon: 0441 - 36 111 797 | eMail:
und Prof. Dr. Niko Paech, c/o Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Fak. II,
Ammerländer Heerstr. 114– 118, 26129 Oldenburg | eMail: .

Sonstige Fördertätigkeiten

Da die Stiftung (anders als in den 1990er Jahren) während der letzten Jahre keine größeren Zuwendungen erhielt, muss sie ihre übrigen Fördertätigkeiten seit 2008 – hoffentlich nur vorübergehend - einschränken.

Über die Sicherung der Zeitschrift und des Archivs für Geld- und Bodenreform hinausgehende Förderungen werden vorerst nicht oder nur sehr begrenzt möglich sein. Deshalb appelliert der Vorstand dringend an alle Freundinnen und Freunde der Geld- und Bodenreform, mit größeren und kleineren Zuwendungen sowie mit testamentarischen Verfügungen dazu beizutragen, dass die Stiftung ihre bisherigen Tätigkeiten auch mittel- und längerfristig fortsetzen und wieder erweitern kann.

Angesichts der sich zuspitzenden „Gerechtigkeitslücke“ in Deutschland und weltweit und auch angesichts der Gefahren, die sich aus einem ungerechten Wirtschaften für Umwelt, Klima und Weltfrieden ergeben, wäre dies unbedingt wünschenswert und notwendig.

2012

Aus Anlass des 150. Geburtstags des Sozialreformers Silvio Gesell am 17. März 2012 förderte die Stiftung die Herausgabe einer Auswahl aus seinem Gesamtwerk in Buchform mit einem Druckkostenzuschuss in Höhe von 3500 Euro. Das Buch erschien unter dem Titel "Reichtum und Armut gehören nicht in einen geordneten Staat" [ISBN 978-3-87998-462-6] im Verlag für Sozialökonomie in Kiel. Ein großer Teil der ersten Auflage wurde Anfang des Jahres 2012 in Form von PR-Exemplaren bei Journalisten und Wissenschaftlern eingesetzt.

Aus demselben Anlass wurden die Mündener Gespräche im März 2012 in einem größeren als dem üblichen Rahmen durchgeführt. Einige der Tagungsbeiträge erschienen in der 174./175. Folge der "Zeitschrift für Sozialökonomie"
http://www.sozialoekonomie-online.de/archiv/zfsoe-online-archiv-folge-172-183.html

2010

Mit einem Druckkostenzuschuss in Höhe von 4000 € wurde die Herausgabe des Buches „Geld und Natur in Literatur, Kunst und Musik“ von Werner Onken im Verlag für Sozialökonomie ermöglicht. (www.sozialoekonomie.de)

2008 und 2009

Nach mehrjährigen Vorarbeiten wurde die CD-ROM mit den „Gesammelten WerkenSilvio Gesells [ISBN 978-3-87998-101-4] fertig. Sie wird vom Verlag für Sozialökonomie in der Version 1.1 angeboten. Die Version 1.0 steht auf der Internetseite  http://www.silvio-gesell.de/gesammelte-werke.html auch zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Weitere Projekte konnten in diesem Zeitraum leider nicht gefördert werden. Ohne Förderung konnte das Buch von Prof. Dr. Dirk Löhr „Die Plünderung der Erde – Anatomie einer Ökonomie der Ausbeutung“ im Verlag für Sozialökonomie erscheinen. Die 3. Auflage liegt inzwischen im Metropolis-Verlag (Marburg) vor.

2007

Mit einem Druckkostenzuschuss in Höhe von 1000 € wurde die Herausgabe der Diplomarbeit von Gebhard Ottacher in Buchform ermöglicht. Unter dem Titel „Der Welt ein Zeichen setzen“ erschien dieses Buch über das historische Freigeldexperiment in Wörgl/Tirol (1932/33) im Verlag für Sozialökonomie.

Mit 1500 € wurde die deutsche Übersetzung des Buches „100% -Money“ von Prof. Dr. Irving Fisher durch Dipl.-Pol. Klaus Karwat gefördert. Zusammen mit einer gleich hohen Förderung von anderer Seite wurde es möglich, dieses Standardwerk der Geldtheorie erstmals in deutscher Sprache zu veröffentlichen. [Verlag für Sozialökonomie - ISBN 978-3-87998-451-0 - www.sozialoekonomie.de]

Mit 1000 € wurden die Bemühungen des Arbeitskreises Geschichte der Geld- und Bodenreform unterstützt, Stellungnahmen zu den Vorwürfen des Antisemitismus und des Sozialdarwinismus zu erarbeiten und ins Internet zu stellen: http://www.sozialoekonomie.info/Kritik___Antwort/kritik___antwort.html

2006

600 € erhielt Robert Mittelstaedt als Honorar für seine englische Übersetzung eines Aufsatzes von Helmut Creutz: „Globalisation and Public Welfare with Respect to the Money and Land Order“. Diese Übersetzung wurde auf der Website www.sozialoekonomie.info im Fremdsprachenbereich veröffentlicht.

Die INWO erhielt 1000 €, um jungen Mitgliedern die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen zu ermöglichen.

Mit 2500 € wurde der Kongress „Monetary Regionalisation“ gefördert, der im September 2006 mit zahlreichen in- und ausländischen ReferentInnen an der Bauhaus-Universität Weimar stattfand. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Website www.monetary-regionalisation.com

Die Tätigkeit von Dipl.-Kfm. Ralf Becker als Koordinator des Fachkompetenznetzwerks im Regiogeld-Verband wurde mit 1800 € unterstützt. Die finanzielle Gesamtsituation der Stiftung machte es leider unmöglich, die Unterstützung dieser wichtigen Koordinationstätigkeit von Ralf Becker im Jahr 2007 fortzusetzen.

2004 und 2005

Mit einer Arbeit über " Marktwirtschaft ohne Kapitalismus " hat Roland Wirth an der Universität St. Gallen promoviert. Wirth betrachtet die Wirtschaftsordnung in erster Linie aus wirtschaftsethischer Sicht und kommt dabei in einer sehr eigenständigen Analyse der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform zu einer durchweg positiven Würdigung der Idee einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Die Stiftung hat diese Arbeit auch deshalb mit einem Preis bedacht, weil sich hier ein Ökonom, der in den Lehren der Standardökonomie ausgebildet worden ist, selbständig einen Zugang zu den freiwirtschaftlichen Ideen erarbeitet hat.

Christian Gelleri wurde mit einem Preis ausgezeichnet für seine grundlegenden Arbeiten zum Thema „Regiogeld“ und deren Umsetzung im Experiment, dem „Chiemgauer“. Er hat sich nicht nur mit seinen in den „Fragen der Freiheit“ (Heft 269) sowie in der „Zeitschrift für Sozialökonomie“ (Heft 144) veröffentlichten Ausarbeitungen intensiv und kompetent mit den theoretischen Fragen rund um das Thema Regiogeld befasst, sondern als Lehrer der Waldorfschule in Prien am Chiemsee auch die Initiative und den Mut gehabt, auf dieser Grundlage zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Schule das Experiment zu wagen und tatkräftig und umsichtig ins Werk zu setzen. Auch von dieser Stelle noch einmal: herzlichen Glückwunsch und weiterhin guten Erfolg!

Gefördert wurde ferner die Diplomarbeit von Katharina Schwaiger über „Zukunftsfähiges Geld! - Regiogeld als neue Perspektive für die Gemeinwesensarbeit“, die sich mit der Relevanz eines Regiogeldes für die Entwicklung des Gemeinwesens befasst. In einer Verbindung von theoretischen Erwägungen und empirischen Erhebungen kommt Schwaiger zu dem Ergebnis, dass die Einführung eines Regiogeldes - zumal in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland - die Entwicklung eines Gemeinwesens (sei es einer Stadt oder einer Region) vor allem wirtschaftlich, aber auch darüber hinaus in vielfältiger Weise fördern kann. Die Arbeit ist inzwischen fertiggestellt und  kann in der Freiwirtschaftlichen Bibliothek ausgeliehen werden.

Für die Regiogeld-Bewegung wurde schließlich im Auftrag des Regionetzwerks und mit Unterstützung der Stiftung von Kay Voßhenrich ein Regiogeld-Glossar erstellt, in dem wichtige Begriffe aus dem Themenbereich „Regionalwährung“ erläutert sind. Das Glossar ist im Internet unter www.regiogeld.de zu finden.

Mit der Förderung durch die Stiftung konnte inzwischen auch die Diplomarbeit von Robert Musil „Geld –Raum – Nachhaltigkeit“ als Buch im „Verlag für Sozialökonomie“ erscheinen. Musil untersucht die Wirkungen des Geldes auf eine nachhaltige Raumentwicklung. Auch in dieser Arbeit spielt die Frage, welche Bedeutung alternative Geldsysteme für die Regionalentwicklung haben können, eine zentrale Rolle.

Die Stiftung förderte auch die Herausgabe der Arbeit von Werner Onken über „Geld- und bodenpolitische Grundlagen einer Agrarwende“. Sie zeichnet die geschichtliche Entwicklung der Landwirtschaft sowie der sie beeinflussenden Theorien und Interessen nach und verbindet die Geld- und Bodenreform gedanklich mit der ökologischen Landwirtschaft.

Das große Projekt, die 18-bändige Gesamtausgabe der Werke Silvio Gesells zzgl. Registerband auf CD-ROM zu bringen, geht der Vollendung entgegen.

Wie in der Vergangenheit hat die Stiftung auch in diesem Jahr die Arbeit von Klaus Popp in der Geschäftsführung der „INWO – Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung“ gefördert.

Außerdem hat sie in diesem Jahr die Tätigkeit von Ralf Becker in der Studiengruppe „Our Future Economy“ der „Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste“ sowie beim Aufbau eines Wissenschaftler-Netzwerks zur Begleitung von Regionalwährungs-Initiativen unterstützt.

Schließlich hat die Stiftung im Berichtszeitraum ihren Internetauftritt unter www.stiftung-geld-boden.de neu eingerichtet und das Faltblatt mit ihrer Selbstdarstellung neu gestaltet. Im Auftrag der Stiftung entsteht außerdem unter www.silvio-gesell.de eine neue Internetseite über Gesells Leben und Werk. Weitere wichtige Hinweise, auch zu Aktivitäten der Stiftung finden sich unter www.sozialoekonomie.info.

Der Stiftungsvorstand dankt all denjenigen, die durch ihren Rat und ihre ehrenamtliche Hilfe, insbesondere aber auch durch finanzielle Zuwendungen dazu beigetragen haben, dass die vorgenannten Förderungen erbracht werden konnten. Er möchte diesen Bericht jedoch auch nicht abschließen ohne den Hinweis, dass die laufenden Ausgaben für Zeitschrift, Archiv und Förderungen die Mittel übersteigen, die der Stiftung als Erträge aus der Anlage ihres Stiftungskapitals erwachsen. Um ihre Arbeit dauerhaft fortsetzen zu können, ist die Stiftung daher auf weitere Unterstützung angewiesen.

Ass. jur. Fritz Andres, 1. Vorsitzender
Dipl.-Kfm. Thomas Betz, 2. Vorsitzender